04.09.2017



   

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Hier ist ein kleines Lexikon der Modellbahn

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2-Leiter Beim 2-Leiter System wird der Fahrstrom über die eine Schiene durch ein Rad der Lok und dort zum Motor geführt. Die Rückleitung erfolgt über die andere Schiene. Bei allen Achsen des gesamten Rollmaterials müssen die linke Räder zu den rechten zueinander isoliert sein, da ja ansonsten ein Kurzschluss entsteht. Dies erfolgt meistens über eine Isolierbuchse in den Rädern einer Seite. (Siehe auch -> 3-Leiter.)
3-Leiter Beim 3-Leiter System erfolgt die Stromübertragung zur Lok durch einen Mittelleiter. Ein Ski-Schleifer unterhalb der Lok stellt den Kontakt her und leitet den Strom zum Antrieb. Die Rückleitung erfolgt über die Räder zur Schiene. Bei Märklin werden dazu beide Schienen verwendet, die Räder müssen deshalb nicht gegeneinander isoliert sein. (Siehe auch -> 2-Leiter.)
Hinweis: Streng genommen ist das Märklin System ebenfalls ein Zweileiter-System, da ja, wie oben beschrieben, die beiden Schienen elektrisch verbunden und damit eben nur einen Leiter darstellen. Ein "richtiges" Dreileiter-System ist hingegen Trix Express. Hier sind die beiden Schienen zueinander und zum Mittelleiter isoliert. Somit kann ein echter Zweizug Betrieb ohne weitere Bauteile gemacht werden.
Ablaufberg Teil eines Rangierbahnhofs. Wagengruppen werden auf eine Erhöhung (Berg) geschoben und von dort einzeln oder in Gruppen auf verschiedene Ausgangsgleise rollen gelassen und somit sortiert. Es gibt z. T. einen Winter- und einen Sommerberg, letzterer mit kleinerem Gefälle, da das Fett der Radachsen im Sommer nicht so zäh ist und die Wagen deshalb besser rollen.
AC Englische Abkürzung für Alternating Current = Wechselstrom, abgekürzt WS. Beim Wechselstrom ändert die Flussrichtung des Stromes laufend (periodisch). Eine Periode ergibt sich, wenn sich die Flussrichtung zweimal geändert hat. Die Anzahl dieser Perioden pro Sekunde wird als Frequenz bezeichnet. Bespiel: Eine Frequenz von 50 Hertz (Hz) bedeutet, dass die Flussrichtung 100-mal in der Sekunde wechselt. Es gibt keinen Plus- und keinen Minusleiter. Somit kann ein AC-Motor seine Drehrichtung durch vertauschen der Leitungen nicht ändern. (Siehe auch -> DC.)
Adresse Bei digitalen Anlagen werden die Informationen zu den Loks als digitale Signale gesendet. Diese Signale enthalten eine Adresse und einen Befehl, und könnte z.B. so lauten: "Lok mit der Adresse 12 Fahrt voraus mit Fahrstufe 7". Nur diejenige Lok, welche auf die Adresse 12 eingestellt ist, wird diesen Befehl – Vorwärts fahren mit Stufe 7 – auch ausführen. Sind zwei Loks auf diese Adresse eingestellt, so werden beide losfahren. Die Adresse ist somit gewissermassen die Identifikation der Lok im Digitalsystem. Adressen werden bei -> Märklin Loks im Innern der Lok mittels kleinen Schalter (sog. -> Mäuseklavier) eingestellt.
Auch Weichendecoder, Schaltdecoder und andere Digitalgeräte benötigen eine Adresse, um angesteuert zu werden. Diese haben einen eigenen, von den Loks völlig unabhängigen Bereich. Eine Lok mit der Adresse 12 wird somit nicht beeinflusst, wenn die Weiche 12 geschaltet wird und umgekehrt.
Alpha Ein nur relativ kurze Zeit von -> Märklin hergestelltes Spielgleis, auch Gleis 2000 genannt, sowie dazugehörendem Rollmaterial. Aus dem Gleis wurde später das sehr ähnlich aussehende -> C-Gleis entwickelt.
Altern Unter altern versteht man die Technik, neues Modellbahnzubehör wie alt und verwittert und somit realistischer aussehen zu lassen. Dies wird vorwiegend mit Farbe gemacht. So werden beispielsweise Schienen mit Rostfarbe angemalt. Auch -> Rollmaterial wird gealtert. Dies ist natürlich nicht jedermanns Sache, denn eine teure Lok mit Farbe zu "verunstalten" braucht schon eine Portion Mut und natürlich die entsprechende Erfahrung.
Analog Ein analoges elektrisches Signal kann jeden beliebigen Wert annehmen. Ein analoger DC Fahrstrom kann z.B. von 0V bis 18V jeden dazwischen liegenden Wert haben. Dabei gilt: je höher der Wert, desto heller leuchtet eine Lampe und desto schneller fährt eine Lok. (Siehe auch -> Digital.)
Bahnbetriebswerk
BW
Teil eines größeren Bahnhofs, in dem Triebfahrzeuge oder Wagen gewartet und repariert werden. Dampflokomotiv-BWs sind wegen ihrer Betriebsamkeit und der romantisch-nostalgischen Atmosphäre, die sie vermitteln, beliebte Vorbilder für Modellbahner. Für das Digitalsystem sind sie besonders prädestiniert, weil sich hier viele Lokomotiven mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Fahrtrichtungen innerhalb eines Stromkreises bewegen müssen, wenn die Szenerie realistisch gestaltet werden soll.
Baugrösse Die Baugrösse ist ein willkürliches Kennzeichen für den Abbildungsmassstab. Beispiele: Baugrösse Z ist gleichbedeutend mit Massstab 1:220, H0 steht für den Massstab 1:87.
BLS Bern Lötschberg Simplon Bahn
Booster Ein elektronischer Verstärker. Da eine -> Zentraleinheit Strom für "nur" ca. 4 -10 Loks liefert, muss man bei grösseren Anlagen eine Unterteilung in einzelne, voneinander isolierte Bereiche, sprich Stromkreise, vornehmen. Ein Bereich kann dabei von der Zentraleinheit eingespeist werden, die weiteren Bereiche werden dann von je einem Booster mit Strom versorgt. Bei Märklin beträt der maximale Strom der Zentraleinheit oder eines Boosters je 3 Ampere. Ein Booster benötigt selbst – wie die Zentraleinheit auch – einen eigenen -> Trafo. (Siehe dazu unbedingt die Sicherheitsinfos!)
Einen Bauanleitung für einen Booster finden Sie hier.
C-Gleis Aus dem -> Alpha Gleis hervorgegangenes H0 Gleis mit Kunststoff-Schotterbett. Extrem zuverlässig und robust. Für "fliegende" Aufbauten (Teppichanlagen) sowie für Kinderhände wohl das beste Gleis überhaupt.
Control Unit Siehe -> Zentraleinheit
C-Sinus Ein von -> Märklin entwickelter, bürstenloser und wartungsfreier Synchronmotor. Absolut ruhiger Lauf. Das Beste, was in einer Lok eingebaut werden kann.
CS
CS2

CS3
Central Station, Central Station 2 bzw. Central Station 3.
Steuergerät von Märklin für die Steuerung von Loks und das Schalten von Signalen und Weichen.
DC Englisch Direct Current = Gleichstrom, abgekürzt GS. Gleichstrom ändert nie seine Flussrichtung. Es gibt eine Plus und eine Minusleitung. Der Strom fliesst dabei von Plus nach Minus (technische Definition, physikalisch eigentlich umgekehrt). Durch Umpolen - also vertauschen der beide Leitungen  - ändert auch die Flussrichtung an einem bestimmten -> Verbraucher. Ein DC-Motor würde dadurch seine Drehrichtung ändern. (Siehe auch -> AC.)
DCC Digital Command Control. Ein Digital-Format für die Modellbahn. Es definiert nur das Format an den Schienen. Somit sind längst nicht alle DCC Geräte untereinander kompatibel, obwohl dies von den Befürwortern dieses Formats immer gerne so dargestellt wird.
DCM Drum Commuter Motor: Trommelkollektor-Motor. Bei dieser Ausführung ist der Kollektor trommelförmig gebaut, die -> Bürsten – beide aus Kohle/Graphit – sind einander gegenüber an der "Trommelwand" angeordnet. -> siehe Seite Motoren.
Decoder Ein Decoder "entschlüsselt", oder eben decodiert, ein Digitalsignal. Man unterscheidet Lokdecoder, Funktionsdecoder, Weichendecoder und Schaltdecoder.
Lokdecoder besitzen zusätzlich eine Elektronik für den Anschluss des Motors sowie meist über ein oder mehrere Schaltausgänge. Funktionsdecoder "hören" ebenfalls auf Lokadressen, verfügen aber nur über Schaltausgänge.
Weichendecoder und Schaltdecoder verstehen nur Adressen der Magnetartikel. Erstere schalten nur kurz (Impuls, vergleichbar mit einem Taster), während letztere für Dauerstromverbraucher wie Licht vorgesehen sind (vergleichbar mit einem Schalter).
Delta Bezeichnung von -> Märklin für eine etwas "abgespeckte", günstigere Digital-Version. Für Kinder sehr gut geeignet, da keine Adressen am Steuerpult eingegeben werden müssen. Ausserdem liegt keine Digitalspannung am Gleis wenn keine Lok fährt. Hat verschiedene Beschränkungen wie maximaler Betrieb von 4 (5) Loks.
Digital Eine Form der Datenübertragung, welche nur zwei Zustände kennt: 0 und 1, auch Low und High genannt. Bei der Modellbahn werden die Steuerdaten zusammen mit dem Fahrstrom übertragen – oder anders ausgedrückt – der Fahrstrom selbst ist auch das Signal.
Im digitalen Betrieb liegt dieser digitale Fahrstrom ständig an den Schienen. Eine spezielle Elektronik in jeder Lok, der -> Decoder, decodiert dieses Signal und führt die darin enthaltenen Befehle aus. Dazu muss aber die gesendete Adresse mit der im Decoder eingestellten Adresse übereinstimmen. Andernfalls ignoriert die Lokelektronik  (Decoder) den Befehl.
DIP Switch Siehe -> Mäuseklavier
DKW Doppelkreuzungsweiche.
Epochen Um eine Anlage realistisch aussehen zu lassen, sollten alle verwendeten Modelle (Rollmaterial, Autos, Häuser etc.) in der Wirklichkeit auch zur gleichen Zeit passen. Zum Beispiel passt ein ICE 3 kaum zu einer Dampflok. Um dies zu vereinfachen, wurde die Zeit seit Entstehung der ersten Bahnen in 5 Epochen unterteilt. Diese sind wie folgt:
Epoche I: 1835 bis etwa 1925
Epoche II: 1925 bis 1945
Epoche III: 1945 bis 1970
Epoche IV: 1970 bis 1990
Epoche V: 1990 bis heute
Die Unterteilung ist dabei nicht willkürlich, sondern markiert jeweils einschneidende Änderungen im Bahnwesen. Allerdings sind und waren die Übergänge immer fliessend, so dass einige Modelle zu zwei oder mehr Epochen passen können.
Fahrstrasse Gewissermassen einen Weg durch die Gleise und Weichen von Punkt A nach B. Weichenstrassen können mit verschiedenen Geräten programmiert werden, so dass mit einem einzelnen Knopfdruck alle Weichen und Signale in die richtige Stellung gebracht werden können. Solche Geräte sind das Märklin Memory oder auch ein PC mit entsprechender Steuerungs-Software (via -> Interface).
Faulhaber Siehe -> Glockenanker
Feldspule Teil des Motors. Es handelt sich hierbei um die Kupferwicklung am stehenden Teil des Motors, dem Stator. Diese Art Motor ist ein Allstrom-Motor, und kann deshalb sowohl mit -> AC wie auch mit -> DC betrieben werden.
Seit Einführung der Digitaltechnik, und speziell der -> Lastregelung, verliert diese Bauart an Bedeutung, da der Decoder den Motor und die Drehrichtung steuert. Es werden statt dessen reine DC-Motoren verwendet. Diese haben anstelle der Feldspule ein Permanentmagnet.
Fleischmann Nürnberger Modellbahnhersteller mit langer Tradition. Vor allem im Gleichstrom-System für H0 und N produziert dieser Hersteller auch einige H0 Modelle für das Märklin Mittelleiter System.
Anfang 2008 wurde das Unternehmen von der deutsch-österreichische Modelleisenbahn Holding GmbH, dem Eigentümer des Mitbewerbers ->Roco, übernommen.
FO 1. Fiber Optic (Glasfaser)
2. Furka Oberalp Bahn.
Funktionsdecoder Siehe -> Decoder
Gleichstrom
Abk. GS, engl. DC
Beim Gleichstrom führt immer ein Anschluss eine positive Spannung gegenüber dem zweiten Anschluss. Die Polarität gibt auch die Drehrichtung des Gleichstrommotors vor. Durch Vertauschen der beiden Anschlüsse ändert sich auch die Drehrichtung. Siehe auch -> DC.
Gleise Ein Gleis besteht aus den Gleisschwellen und den Schienen. Bei Modellgleisen unterscheidet man solche mit Schotterbett-Nachbildung (die Schottersteine und die Böschung sind meist aus Plastik nachempfunden) und solche ohne -> Schotter. Letztere werden im Modellbau auf der Anlage selber "eingeschottert".
Glockenanker Die Bauform eines Motors, auch Faulhaber genannt (von Dr. Faulhaber im Jahre 1958 zum Patent angemeldet). Motoren mit eisenloser Schrägwicklung der Ankerspule.
H0 Sprich Ha-Null. Diese -> Baugrösse kam ursprünglich als 00 (Null Null) auf den Markt. Die Grösse von H0 (1:87) entspricht in etwa der halbe Baugrösse Null (1:43).
HAG Schweizer Hersteller hochwertiger Eisenbahnmodelle in H0 (Loks und Wagen) von schweizerischen Vorbildern. Die Modelle sind durchgängig sehr robust gebaut. Die Aufbauten sind meist aus Zinkdruckguss, die Laufeigenschaften sind hervorragend.
IB Siehe -> Intellibox
IC 1. Elektronisches Bauteil, engl. für Integrated Circuit, also integrierte Schaltung. Mehrere elektronische Bauteile wie Transistoren, Widerstände etc. sind in einem Gehäuse zu einer Schaltung zusammengefasst.
2
. Inter City.
Intellibox Eine Steuerungseinheit der Firma Uhlenbrock. Unterstützt sowohl das DCC wie das Märklin Motorola Format und hat bereits ein -> Interface für den Anschluss an einem PC eingebaut. Weitere Vorzüge sind der zweite Fahrtregler und die Möglichkeit, Weichen zu schalten.
Interface Englisch für Schnittstelle. Das Interface dient zum Anschliessen eines Computers an die -> Zentraleinheit. Mit der geeigneten Modellbahn Steuerungssoftware können damit verschiedene Funktionen vom PC übernommen werden. Diese reichen vom Gleisbildstellpult, Fahrtregler, Schattenbahnhofsteuerung bis hin zum vollautomatischen Betrieb mit unzähligen Zügen.
IP
IP Adresse
Internet Protokoll, das grundlegende Protokoll im Internet und vielen lokalen Netzen
K-Gleis Kunststoffgleis. Dies ist die Bezeichnung für das -> Märklin Gleis ohne Schotterbett. Das anspruchvollste Gleis von Märklin, für fest aufgebaute Anlagen gedacht. -> Siehe dazu Seite Märklin Gleise
Kontaktgleis Beim Kontaktgleis handelt es sich um einen -> Rückmelder, d.h. es wird die Position des Rollmaterials an eine Steuerung gemeldet. Dies geschieht hier durch den Kontakt der beiden Schienen mit den Rädern, wobei eine Schiene elektrisch isoliert ist. Beim Befahren mit einem beliebigen Fahrzeug wird diese Schiene mit der gegenüberliegenden Schiene durch die Räder und Achsen verbunden und löst dadurch ein Signal aus.
Kupplung Stellen die Verbindungen zwischen den Wagen bzw. Wagen und Loks her. Eine Kupplung ist eine lösbare Verbindung.
Neuerdings sind auch Strom führende Kupplungen erhältlich. Diese ermöglichen die Stromübertragung von einem Wagen zum nächsten, z.B. für die Innenbeleuchtung. Dadurch kann bei Märklin Wagen auf zusätzliche Schleifer unter jedem Wagen verzichtet werden.
Kurzkupplung
KK
Da bei früheren Eisenbahnmodellen der Abstand zwischen den Wagen unrealistisch gross war, wurde die Kurzkupplung entwickelt. Damit sollte es möglich sein, zwei Wagen praktisch Puffer an Puffer zu koppeln, ohne den störenden Zwischenraum. Dies geht in der Geraden noch gut, bei den im Modell verwendeten Radien entgleisen die Wagen jedoch in den Kurven, da für die inneren Puffer kein Platz mehr da ist. Also wurden diese Wagen zusätzlich mit einer Kurzkupplungs-Kinematik (KKK) ausgestattet. Diese ermöglicht der -> Kupplung in der Kurve weiter aus den Wagen hinauszuschwenken.
Kurzkupplungs-
Kinematik  KKK
Siehe Beschreibung bei -> Kurzkupplung.
Lastregelung Die Lastregelung bewirkt, dass eine Lok in der Steigung wie im Gefälle bzw. Gerade immer mit konstanter Geschwindigkeit entsprechend der Fahrstufe fährt. Die Lok wird also in einer Steigung, trotz angehängten Wagen, nicht langsamer. Diese Regelung ist in modernen, hochwertigen Lokdecodern eingebaut.
LED Elektronisches Bauteil, engl. Abkürzung von Light Emitting Diode, Licht aussendende Diode. LEDs sind in den Farben rot, grün, gelb sowie in blau und weiss in verschiedenen Bauformen erhältlich. Die kleinsten LEDs haben gerade mal die Grösse von etwa 2x1x1mm und lassen sich somit hervorragend im Modellbau als Beleuchtung, für Signale etc. einsetzen. LEDs benötigen ein Spannung von ca. 1.5 bis 4 V (je nach Ausführung) und müssen immer mit einem Vorwiderstand zur Strombegrenzung angeschlossen werden.
Lokdecoder Siehe -> Decoder
LFCM Large Flat Commuter Motor: Bezeichnung für Motoren mit grossem Scheibenkollektor-Rotor. (Siehe auch -> SFCM.)
Leuchtdiode Siehe -> LED
Märklin Marktleader für Modelleisenbahnen, vor allem im deutschsprachigen Raum bekannt. Stellt ein komplettes Sortiment qualitativ hochwertiger Modellbahnen und Zubehör in den -> Baugrössen 1, H0 und Z her. Zur Märklin-Gruppe gehört auch die 1997 übernommene Nürnberger Firma -> Trix und auch die ehemalige Firma LGB.
Massstab Das Verhältnis des Originals zum Modell. Bei H0 beträgt der Massstab 1:87. Das Modell ist also 87-mal kürzer, schmaler und tiefer als das Original. Siehe auch -> Baugrösse.
Mäuseklavier Bezeichnung für eine Reihe kleiner Schalter auf einer Leiterplatte (die kleinen Schalter sehen aus wie Tasten eines Klaviers in der Grösse für eine Maus.
Mit diesen Schaltern werden Adressen oder Funktionen z.B. bei Decodern eingestellt.
Die korrekte Bezeichnung ist DIP Switch (DIP = Dual InLine Package).
M-Gleis Das Metall-Gleis von Märklin wurde schon seit den 50er Jahren nahezu unverändert hergestellt, ist jetzt vom C-Gleis ersetzt worden und wird nicht mehr hergestellt.
mini-club Von Märklin mittlerweile fallen gelassener Name für die Spur Z (neu: Märklin Z). Die kleinste serienmässig hergestellte Modelleisenbahn der Welt, Massstab 1:220 (siehe dazu auch Baugrössen).
Mittelleiter Beim Mittelleiter-System ist in der Mitte des -> Gleises ein weiterer Leiter vorhanden, welcher meistens als Punktkontakt-Reihe ausgeführt ist.
(Siehe auch
-> 3-Leiter, -> PuKo.)
MM Märklin-Motorola. Das von Märklin verwendete Digitalformat. Es gibt das (alte) Motorola I Format, welches nur eine Zusatzfunktion kannte, und das Motorola II Format, welches diverse Verbesserungen aufweist, wie 4 zusätzliche schaltbare Funktionen sowie eine definierte Fahrtrichtung. (Beim Motorola I Format wurde die Fahrtrichtung einfach nur umgeschaltet, beim MM II Format wird die Richtung absolut übermittelt – also z.B. umschalten auf Rückwärtsfahrt. Dies ist für einen automatischen Betrieb unumgänglich, da eine Steuerung nicht immer wissen kann, in welcher Richtung die Lok zuletzt gefahren ist.)
Modul Im Modellbau bezeichnet man Module als kleine, nach genau bestimmten Definitionen gebaute Einheiten. Diese werden dann an Club-Treffen zu einer gesamten Anlage zusammengesetzt. Die Module müssen also streng definierte Kriterien erfüllen, wie Höhe und Lage der Schienenoberkanten, Befestigungsmöglichkeiten etc.
Memory Engl. für Speicher. Mit dem Märklin Memory können ganze Abläufe gespeichert und auf Knopfdruck oder mittels ->  Rückmelder abgerufen werden.
NEM Normen europäischer Modellbahnen. Eine Übersicht dieser Normen finden Sie hier.
NMRA National Model Railroad Association
Normschacht Eine genormte (definierte) Aufnahme für eine -> Kupplung. Da bei -> H0 viele verschiedene Kupplungstypen hergestellt werden, welche untereinander nicht kompatibel sind, wurde der Normschacht "erfunden". Ein damit ausgerüsteter Wagen oder eine Lok kann dann nach belieben mit der gewünschten Kupplung ausgestattet werden.
Patinieren Unter Patinieren wird das -> Altern von -> Rollmaterial, Häuser etc. mit Farbe verstanden. Erst durch diese farbliche Nachbehandlung sehen die meisten Plastik-Teile (Bausätze) realistisch und überzeugend aus. Dabei wird nicht einfach übermalt. Vielmehr werden ganz dünne Schichten aufgetragen oder nur die Ritzen mit Farbe gefüllt. Damit kommen beispielsweise Mauerstrukturen oder Holzimitationen sehr schön zur Geltung.
Preiser
Preiserlein
Die Firma Preiser ist bekannt für die Herstellung von (Menschen-) Figuren. Der Name hat sich unter Modellbahnern so stark eingebürgert, dass die kleinen Modellpersonen "Preiserlein" genannt werden.
Die Figuren gibt es übrigens bemalt wie unbemalt zum selber anmalen zu kaufen. Wie letzteres geht sehen und lesen Sie hier.
PuKo Abkürzung für Punktkontakte. Dies bezeichnet die Art des -> Mittelleiters. Dieser ist in der Mitte des -> Gleises, unterhalb der Schwellen bzw. des Schotterbetts angeordnet. Bei den Schwellen wird jeweils ein kleiner Kontakt nach oben geführt. Von oben gesehen ist der Mittelleiter also eine Reihe von Punkten.
Reed-Kontakt In einem Gas gefüllten Glasrohr ist ein magnetischer Kontakt. Die Anschlüsse sind herausgeführt. Mit einem Magneten kann dieser Kontakt von aussen geschaltet werden. Diese Kontakte können als -> Rückmelder für Steuerungsaufgaben verwendet werden. Der Kontakt wird dabei auf dem Gleis befestigt. An der Lok wird unten ein kleiner Magnet angeklebt. Beim überfahren des Kontaktes wird dieser dann kurzzeitig ausgelöst (Impuls).
Denkbar wäre - zumindest theoretisch - auch die umgekehrte Anordnung. Ein auf dem Gleis montierter Magnet schliesst den an der Lokunterseite angebrachten Kontakt, wodurch in der Lok eine bestimmte Funktion ausgelöst wird.
Relais Ein Relais ist ein elektromechanisches Bauteil, auch elektrischer (Fern-)Schalter genannt.
Mit einem Elektromagnet wird ein Schalter betätigt, solange Strom durch den Elektromagnet (Spule) fliesst. Wird der Stromfluss unterbrochen, kehrt der Schalter in seine Ruhelage zurück. Es können ein- oder mehrpolige Ein-, Aus- und Umschalter im Relais vorhanden sein.
Eine besondere Ausführung sind die bistabilen Relais. Diese besitzen meist zwei Spulen: Über die erste Spule werden die Schaltkontakte in die eine Lage gebracht, über die zweite Spule in die andere Lage. Wird der Stromfluss unterbrochen, bleibt der Schalter in der aktuellen Lage. Der Märklin Fernschalter ist so ein bistabiles Relais.
Eine weitere Ausführung ist der Schrittschalter: bei diesem wird der Schalter bei jedem Stromfluss durch die Spule in die jeweils andere Lage gebracht. Die früher von Märklin verwendeten mechanischen Fahrtrichtungsumschalter gehören zu dieser Kategorie.
Relexkupplung Von -> Märklin lange Jahre als Standard verwendeter Kupplungstyp. Die Relexkupplung ist eine Bügelkupplung. Ein Bügel der einen Kupplung hängt sich über einen Haken des anderen Wagens. Zusätzlich besitzt die Relexkupplung eine Vorrichtung zum vorentkuppeln. Dadurch können Wagen an Entkupplungsgleisen ferngesteuert getrennt werden und – ohne wieder einzukuppeln – weiter an den Bestimmungsort geschoben werden.
RhB Rhätische Bahn. Schweizer Privatbahn, Meterspur.
Roco Österreicher Modellbahnhersteller, vor allem für das Gleichstrom-System in H0 und N. Seit einiger Zeit produziert dieser Hersteller auch einige H0 Modelle für das Märklin Mittelleiter System. Sehr detaillierte Modelle, traditionell aus Kunststoff.
Roco geriet 2005 in wirtschaftliche Schwierigkeiten und meldete am 15. Juli 2005 Konkurs an. Die Geschäfte wurden von einer Auffanggesellschaft mit Namen Modelleisenbahn GmbH fortgeführt. Nach der Insolvenz wurde Roco vorerst von Raiffeisen weitergeführt und im September 2007 an den Freisinger Unternehmer Franz-Josef Haslberger weiterverkauft.
Rollmaterial Alles, was auf den Schienen rollt, also Loks, Triebwagen, Güter- und Personenwagen etc..
Rotor Der drehende - rotierende - Teil des Motors. Bei üblichen Märklin Motoren (also nicht Faulhaber oder C-Sinus) besitzt der Rotor entweder drei, oder beim Hochleistungsantrieb fünf Pole/Spulen.
Rückmelder Rückmelder dienen dazu, einer Steuerung die Position der Loks und Züge mitzuteilen. Ohne diese Rückmeldung kann keine Steuerung funktionieren. Es gibt verschiedene Arten von Rückmeldern, Beispiele sind Kontaktgleise, Schaltgleise, Reedkontakte, Lichtschranken etc.
Der Rückmelder wird von der Lok bzw. vom Wagen ausgelöst. Man kann damit Relais schalten, Signale stellen, einen Bahnübergang schliessen oder via -> Memory Abläufe steuern. Mittels PC un
d -> Interface kann ein vollautomatischer Betrieb erreicht werden.
S88-Bus Dies ist die -> Rückmelder Leitung. Die Bezeichnung "Bus" ist dabei völlig falsch, da es sich hier um eine Kette handelt. Aus diesem Grund ist die Nummerierung der -> Rückmeldemodule auch fest, nämlich abhängig von der Platzierung. Wäre es ein Bus, müssten die Module auf eine Adresse eingestellt werden, könnten dann aber beliebig vertauscht werden. Technisch gesehen ist der S88-Bus nichts anderes als ein langer Schieberegister.
SBB Schweizerische Bundes Bahnen. Die nationale Bahngesellschaft der Schweiz.
Schattenbahnhof Ein "versteckter", also nicht einsehbarer Modellbahn-Bahnhof. Diese werden vielfach unterhalb der eigentlichen Anlage angelegt. Damit ist einerseits ein sehr realistischer (z.B. PC gesteuerter) Betrieb möglich, da automatisch jeweils andere Züge auf der Anlage zu sehen sind. Andererseits erspart man sich auch das ständige Ein- und Auspacken und Aufgleisen des Rollmaterials und schont dadurch die teuren Modelle.
Schleifer Auch Skischleifer. Der Schleifer stellt den Kontakt zum -> Mittelleiter her. Er besteht meist aus einem festen Metall-Ski, welcher gefedert an der Lok angebracht ist. Von -> Roco wird ein sog. Flüsterschleifer angeboten, welcher nahezu lautlos über die -> Pukos gleitet.
Schotter Die "Steine", in welchen die Schwellen eingebettet sind. Für den Modellbau sind viele verschiedene Schotternachbildungen aus Kork, Sand, Kunststoff sowie echte gebrochene Steine etc. in verschiedenen Farben und Grössen (Modellmassstab) erhältlich.
Segment Bei der Segmentbauweise wird eine Anlage in einzelne Teile aufgebaut. Dies hat den Vorteil, dass diese zum Verkabeln einfach umgedreht werden können, oder beim nächsten Umzug die Anlage nicht mit der Kettensäge getrennt werden muss. Die Segmentbauweise verlangt eine exakte Planung.
SFCM Small Flat Commuter Motor: Bezeichnung für Motoren mit kleinem Scheibenkollektor-Rotor. (Siehe auch -> LFCM.)
SMD Surface Mounted Device: Bezeichnung für Elektronikbauteile, welche ohne Bohrungen in der Leiterplatte auf der Kupferseite aufgesetzt und verlötet werden. Sehr kleine Bauteile.
SoftDriveSinus
SD-Sinus
Von Märklin 2007 eingeführter Antrieb. Besteht aus einem wartungsfreien Drehstrommotor mit schräg angeordneten Magneten und einer speziellen Treiberelektronik. Nachdem mit dem C-Sinus in kompakter Form Probleme, insbesondere ein Ruckeln im unteren Drehzahlbereich und ein starker Geschwindigkeitseinbruch bei sinkender Versorgungsspannung (z.B. beim Einschalten weiterer Verbraucher) auftrat, sah sich Märklin gezwungen, den Motor wie die Treiberelektronik weiter zu entwickeln. Mit dem SD-Sinus ist dies zur vollsten Zufriedenheit gelungen.
Spurweite Die Spurweite gibt den Abstand der Schienen zueinander an. Gemessen wird dabei der Zwischenraum an den Schienenoberkanten. Verschiedene Spurweiten haben sich durchgesetzt: Die Regelspur mit 1435mm, Meterspur mit 1000mm, Schmalspur mit 750mm. Kleinere Spurweiten, wie 600mm werden als Feldbahnen bezeichnet.
Startset
Starterset
Auch Startpackung genannt. Die Hersteller von Modelleisenbahnen versuchen mit günstigen Startsets möglichst viele Neukunden oder Wiedereinsteiger auf ihr System zu bringen. Denn hat man sich erst einmal für ein System entschieden, wechselt man im allgemeinen nicht mehr. Aus diesem Grund werden die Startsets auch komplett mit Fahrgerät und Gleise angeboten, zu einem Bruchteil des Preises, zu welchem alle Komponenten einzeln kosten würden.
Einige Händler nutzen den günstigen Preis aus und verkaufen die Teile einzeln, dann natürlich ohne Verpackung.
Supern

Unter Supern versteht man das (nachträgliche) verbessern eines Modells, um dieses optisch realistischer aussehen zu lassen. Dazu werden -> Zurüstteile und/oder Farbe etc. verwendet.
Telexkupplung Von -> Märklin entwickelte, fernbedienbare Kupplung an Loks. Mit einer Telexkupplung können an jeder beliebigen Stelle der Anlage die Wagen von der Lok ferngesteuert abgehängt werden. (Nicht zu verwechseln mit der -> Relexkupplung)
Trafo
Transformator
Ein Trafo oder Transformator wird verwendet, um Wechselstrom einer bestimmten Spannung in eine andere Spannung mit gleicher Stromform umzuwandeln. Ein Trafo kann niemals Gleichstrom umwandeln oder erzeugen. Wenn im Modellbau von einem "Gleichstromtrafo" die Rede ist, so handelt es sich um einen Trafo mit zusätzlich nachgeschaltetem Gleichrichter und evtl. noch einem Spannungsregler.
Ein Trafo besteht aus einer Primärwicklung, einem Eisenkern und einer Sekundärwicklung. Der Ausgang ist somit galvanisch getrennt (= keine leitende Verbindung) zum Eingang. Wird nur eine Wicklung mit mehreren Anschlüssen verwendet, spricht man von einem Autotrafo. Hier ist keine elektrische Trennung von Ein- und Ausgang vorhanden. Diese Trafos dürfen auf keinen Fall im Modellbahnbetrieb oder sonst im Hobbybereich verwendet werden. Lebensgefahr!
Ein Trafo mit variabler Ausgangsspannung, wie bei Märklin im analogen Betrieb oder bei Delta verwendet, nennt man Variator.

Wichtiger Hinweis:
Bei zwei oder mehr Trafos an einer Anlage dürfen auf keinen Fall auf den Sekundärseiten – also auf den Ausgangsseiten – beide Anschlüsse untereinander verbunden werden! Wenn nämlich bei einem der Trafos der Netzstecker ausgesteckt ist, wäre daran die volle Netzspannung. Wieso: Ein Trafo ist nicht anderes als ein Umwandler mit definiertem Übersetzungsverhältnis. Ein Trafo mit 20V Ausgang hat ein Übersetzungsverhältnis von 240 durch 20 = 12. Wird nun dieser Trafo am Ausgang mit 20V von einem zweiten Trafo eingespeist, erzeugt er umgekehrt daraus 20 mal 12 = 240V (!). Aus dem Eingang (dem Netzstecker) ist ein lebensgefährlicher Ausgang mit voller Netzspannung geworden.
Diese Tatsache ist bei der Verdrahtung unbedingt zu beachten! Eine saubere Verlegung und Beschriftung der Kabel und Drähte wie auch ein Schema ist dabei unerlässlich.
Transistor Aktives elektronisches Bauelement. Verstärker. Ein kleiner Strom am Basis Anschluss bewirkt einen grossen Strom am Emitter Anschluss. Kann somit auch als kontaktloser Schalter benutzt werden.
Trix In Nürnberg ansässige Modellbahn-Firma. Bekannt vor allem durch H0 und N Modelle in Gleichstrom-Ausführung. Mit Selectrix führt Trix ein eigenes Digitalformat, welches unter Kennern zu den besten zählt. Leider ist die Verbreitung nicht gerade gross.
Trix gehört seit 1997 zu§rklin Holding.
Touchscreen Bildschirm, mit der Möglichkeit, durch Berührung (engl. touch) Eingaben vorzunehmen.
Wartung Bei der Wartung geht es darum, vorbeugende Massnahmen zu treffen, um einen Defekt bzw. Ausfall zu verhindern. Dazu gehört die Schmierung, Kontrolle und Ersatz gewisser Teile nach einem bestimmten, vorher genau festgelegten Plan (Checkliste). Die Wartung muss auch bei Modell-Loks regelmässig durchgeführt werden, damit die Lok keinen Schaden nimmt.
Wechselstrom Beim Wechselstrom ändert die Polarität der beiden Anschlüsse laufend zueinander, d.h. einmal ist Leiter A gegenüber Leiter B positiv, anschliessend negativ. Bei unserem Stromnetz mit 50 Hz wiederholt sich dieser Vorgang 100 mal in der Sekunde.
Bei einem Wechselstrommotor kann deshalb die Drehrichtung nicht durch "umpolen" der Anschlüsse geändert werden.
Widerstand Passives elektronisches Bauelement. Dient zur Strombegrenzung und Spannungsteilung.
Zentraleinheit Dies ist das Herz einer digitalen Modellbahn. Die Zentraleinheit, auch Control Unit genannt, erzeugt den digitalen Fahrstrom. Je nach Hersteller sind verschiedene zusätzliche Funktionen eingebaut. Für das Märklin System war es früher der Artikel 6021. Mittlerweile habe modernere Zentraleinheiten dieses Gerät abgelöst (siehe -> Central Station)
     

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