05.09.2017



   

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Flackerlicht beseitigen bei Märklin-Loks

Ältere Märklin Loks wurden mit Glühlämpchen ausgeliefert. Bei gewissen Modellen sind diese Lampen an Masse angeschlossen und werden damit nur mit einer Halbwelle betrieben. Das Resultat: das Licht flackert, was nicht gerade vorbildgetreu erscheint. Mit einer einfachen Massnahme lässt sich dies beheben. Wie das geht, wird hier am Beispiel einer Re 460 erläutert.

Die beinahe als Kult-Lok zu bezeichnende "Heizerlok" - eine Re 460 im Märklin Design - wurde noch mit dem Decoder 6090 ausgeliefert. Bei dieser Lok flackern die Lampen recht stark, was den Gesamteindruck der sonst wunderschönen Lok etwas trübt. Hier wird dem Problem Abhilfe geschaffen.

Wie oben beschrieben liegt das Problem mit dem Flackerlicht daran, dass die Lampen nur mit einer Halbwelle betrieben werden. In den "Strompausen" ist die Lampe dunkel, was zum flackern führt. Es gilt also, die Lampen - falls F0 eingeschaltet ist - dauernd zu bestromen. Dazu müssen die Lampen einen Rückleiter zum Decoder haben und somit von der Masse getrennt werden. Glücklicherweise ist dies bei der Lichtwechselplatine bereits berücksichtigt.
 
Hier sieht man die Original-Verdrahtung: links die Leiterplatte für die Oberleitungsumschaltung, in der Mitte die Lichtwechselleiterplatte, rechts der 6090 Decoder. Die Rückleitungen der Lampen (braune Litzen) sind an der unteren Leiterbahn der Lichtwechselplatine angeschlossen, welche wiederum durch die Schraube mit Masse verbunden ist.

Der Umbau ist sehr einfach, da die Lichtwechselplatine eine separate Leiterbahn hat (im oberen Bild die mittlere Leiterplatte oberste Leiterbahn), welche nicht mit Masse verbunden ist.
Zuerst muss jedoch ein Rückleiter am Decoder angelötet werden. Der Rückleiter ist dabei der Plus-Pol der Decoderspeisung, also nach dem Gleichrichter. Es kann deshalb einfach eine Litze an den entsprechenden Diodenanschluss angelötet werden:

Auf der Decoderunterseite sind die vier Dioden des Gleichrichters zu sehen. Im Bild gut sichtbar ist die orange Litze für die Rückführung der Funktionsausgänge (Decoder Plus, orange gemäss Märklin Farbschema). Die Litze ist einfach an der Seite der Diode angelötet.
 
Hier ist schematisch der Anschluss der Lämpchen an die Lichtwechselplatine zu sehen. Die orange Litze zum Decoder ist (nach Märklin) als "Rückleiter Funktionen" bezeichnet. Tatsächlich handelt es sich hierbei um die interne Decoder Plus-Leitung.

Im Betrieb leuchten jeweils 3 Lampen - zwei vorne und eine hinten - für den Schweizer Lichtwechsel 3x weiss vorne, 1x weiss hinten. Da die Lampen nun mit Vollwelle betrieben werden, leuchten diese stärker und werden entsprechend wärmer. Dies kann dazu führen, dass sich die Lichtleiter mit der Zeit verformen. Um dies zu verhindern habe ich in der Rückleitung einen 10 Ohm Widerstand eingesetzt. Eine Alternative wäre natürlich auch der Tausch der Lämpchen gegen solche für höhere Spannung (19V).

Die beiden braunen Litzen der Lampen werden an die obere, potentialfreie Leiterbahn umgelötet. Im Bild gut zu sehen ist auch der 10 Ohm Widerstand, an welchem die Litze vom Decoder Plus angelötet ist.

Fazit

Nach dieser einfachen Massnahme leuchten die Lampen gleichmässig und flackerfrei, wie man sich dieses wünscht. Dieses Prinzip lässt sich bei vielen Märklin-Loks mit Artikelnummer 37xx anwenden, also bei Loks, welche einen 6090 Decoder eingebaut haben. Wenn allerdings mehr von einem Decoder erwartet wird, ist ein Umbau mit einem Decoder neueren Datums (ESU LokPilot v3 oder v4) die bessere Wahl.
 

Weitergehende Informationen

Dioden und Lichtwechselplatine    Decodereinbau     Decoderfunktion

     

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Letzte Änderung:

29.12.2010
05.09.2017

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